achtsamkeit

DIE KUNST DEN INNEREN FREIRAUM ZU WAHREN

 

Es gibt viele Stressoren im Alltag. Auf manche haben wir nur bedingt Einfluss, andere wiederum sind selbstgemacht. Angesichts der Flut an Reizen, Terminen und Aufgaben, die täglich auf uns einprasseln, ist es eine Herausforderung bei sich selbst- in seiner Mitte – zu bleiben und den inneren Freiraum zu bewahren. Erster und wichtigster Schritt dahin ist innezuhalten und aufmerksam wahrzunehmen, was gerade wirklich ist: sprich achtsam sein.

 

Von klein auf haben wir gelernt, achtsam mit unserem sozialen Umfeld umzugehen. Was die meisten von uns jedoch nie gelernt haben, ist ein achtsamer Umgang mit sich selbst: Freundlichkeit und Akzeptanz, auch wenn Dinge misslingen; Warmherzigkeit und Mitgefühl, selbst wenn der Selbstwert angekratzt ist; Trost und Rückhalt, so oft es ihrer bedarf.

Wer „außer sich“ ist, verliert den Zugang zur inneren Stabilität und wird leicht zum Spielball der Gegebenheiten. Achtsamkeit hingegen führt in die eigene Mitte zurück. Achtsamkeitsübungen helfen, das Leben zu entschleunigen, die Hamsterrad-Symptome im Leben zu reduzieren und ein freierer Mensch zu werden.

 

Die Methode der Achtsamkeit (engl. Mindfulness)  hat eine lange Tradition und geht auf eine fernöstliche Meditationspraxis zurück. Sie ist einerseits ein Geisteszustand, andererseits ein Weg der „Geistesschulung“, bei dem durch bestimmte Übungen Zustände von Achtsamkeit aufgesucht werden, um diese immer selbstverständlicher und leichter zugänglich zu machen und als Haltung zu verinnerlichen.

 

Achtsamkeit bedeutet, dem jeweiligen Augenblick mit einer nicht wertenden und annehmenden Haltung zu begegnen. Sich dem, was wir gerade fühlen, denken und tun zuzuwenden, ohne in Grübeleien, Erinnerungen oder Zukunftsplanungen gefangen zu sein. Präsent zu sein, mit einem klaren Blick für die Dinge, so wie sie sind. Achtsamkeit ist eine innere Haltung der Freundlichkeit, der Offenheit, der Akzeptanz – mir selbst und dem Leben gegenüber.

 

Achtsamkeit heißt nicht, Schmerz und Leid zu leugnen oder sich alles nett und schön zu reden. Es gilt vielmehr eine gute Balance zu finden, sich einen klaren Blick auf mögliche Spielräume und Alternativen anzueignen. Urteilsfrei zu sein bedeutet nicht, alles gut finden zu müssen, sondern mit innerer Ruhe und Gelassenheit zu akzeptieren, dass es im Moment ist, wie es ist.

 

Es ist nicht möglich, Unerwünschtes wie Schwierigkeiten oder Stress aus dem Leben zu verbannen. Allein der Umgang damit macht den Unterschied! Erst aus einer Haltung der Akzeptanz heraus geschieht Veränderung – natürlich und nachhaltig.

 

Der Grundgedanke von Achtsamkeit ist, dass die Realität nicht so klar und eindeutig ist, wie das Gehirn sie uns vorspiegelt. Dass unsere Werturteile, Gefühle, Grübeleien und Ängste keine fixierte, unverrückbare Wirklichkeit sind. Dass wir die Welt ganz anders erleben können, und damit auch uns selbst: Denn unser "Ich" bildet sich aus Vernetzungen der Neuronen im Hirn - durch immer gleiche Denkmuster. Doch die Verdrahtung des Oberstübchens ist flexibel: Jeder Mensch kann prinzipiell sein Gehirn umbauen und sein altes Ich - loslassen.

 

Zentrale Auswirkung der Achtsamkeitspraxis ist eine „Disidentifikation“, d.h. wir sind weniger mit dem identifiziert, was wir denken, was wir von uns glauben und was unsere Automatismen von uns wollen. Wir schenken etwa dem, was wir denken, weniger Glauben, können  innehalten, im Beobachten der Gedanken bleiben und müssen nicht mehr den automatischen Impulsen folgen. Achtsamkeit bedeutet, aus einem „Autopilotenmodus“ in einen „Seins-Modus“ umzuschalten, aus dem heraus eine neue Qualität des Handelns möglich wird oder dieses eben auch unterlassen werden kann.



Man lernt, kleine Dinge des Alltags zu beobachten, ohne sofort zu urteilen - so als würden wir die Dinge zum ersten Mal sehen. In Sitz-, Liege-, oder Gehmeditationen wird die die Wahrnehmung geschärft, um ganz gegenwärtig zu sein. So erkennen wir unsere eigenen „Antreiber“, Verhaltensmuster, Vorlieben und Abneigungen. Wir können den „Autopilotenmodus“, in dem wir automatisch reagieren, unterbrechen und neue Handlungsspielräume für uns erfahren.

 

Meditieren heißt keineswegs: irgendwie vor sich hin dösen, im Gegenteil: Aufmerksam im Hier und Jetzt sein - den Atem, den Körper spüren. Gedanken bewusst wahrnehmen, aber nicht an ihnen kleben, sie wieder ziehen lassen.

Durch das Meditieren kommen der Verstand und die Emotionen zur Ruhe. Dadurch kommt man im Hier und Jetzt an und kommt in Kontakt mit dem inneren Frieden und der inneren Stille. Mediation ist wie eine Auszeit von der inneren und äußeren Geschäftigkeit – wie „Urlaub von sich selbst“. Sie senkt den Stresslevel, entspannt und bringt in Balance.

 

Es gibt verschiedene Formen der Meditation – sowohl passive als auch aktive.

Jeder kann lernen zu meditieren – es braucht keine Grundvoraussetzung außer eine Offenheit und Bereitwilligkeit sich auf etwas Neues einzulassen.

 

Durch die direkte und unmittelbare Erfahrung des gegenwärtigen, lebendigen Augenblicks und der darin enthaltenden Empfindungen, Gedanken und Gefühle ist es möglich, ein tieferes Verständnis für sich selbst und unseren gewohnten Reaktionsweisen, sowie in der Folge auch für andere Menschen, Wesen, Dinge und die Welt zu erlangen.

 

Gegenwärtigkeit bedeutet dabei die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment 

  • in der Außenwelt (Wahrnehmung durch die fünf Sinne: sehen, hören, tasten, riechen, schmecken)
  • und in der Innenwelt (Gedanken, innere Bilder, Empfindungen, Gefühle, Impulse)

In der aufmerksamen Fokussierung auf das Hier und Jetzt wird die Welt für kurze Zeit tatsächlich weniger kompliziert oder erdrückend. Schlimme Erfahrungen der Vergangenheit, Ängste vor zukünftigen Problemen, all das ist - einfach mal weg. So kann man erleben, dass man eine Wahl hat, wie man die Dinge sieht. Und das macht frei.

 

Wer Achtsamkeit praktiziert, ist entspannter und gleichzeitig präsenter. Achtsamkeit ist ein Gewinn, sowohl für die physische als auch die psychische Gesundheit und bereitet den Weg zu einem reiferen Umgang mit sich selbst.

"Achtsamkeit führt total ins Hier & Jetzt….zu mir SELBST….in die STILLE, die PRÄSENZ und die Leichtigkeit des SEINS….in den freien RAUM jenseits aller Urteile und Konzepte."


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Melanie Dewanger

Individuelle Stresslösungen

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